Kirchen

Die Nordwestgemeinde hat zwei Gottesdienstorte.

Markuskirche

Die Markuskirche steht zwischen den Stadtteilen Eversburg und Westerberg: Julius-Heywinkel-Weg 2 (Ecke Natruper Straße), 49076 Osnabrück.

Stephanuskirche

Die Stephanuskirche befindet sich im Stadtteil Atter:
Stephanusweg 1, 49076 Osnabrück.

Im freistehenden Turm der evang. Stephanuskirche in Atter hängen vier Glocken der Glockengießerei Rincker aus Sinn, welche 1965 bzw. 1959 gegossen wurden. Zum Teil auch wegen statischen Problemen läuten alle vier Glocken nur eher selten gemeinsam. Sie wurden der Kirche von der Markusgemeinde geschenkt, von der die Stephanusgemeinde bei ihrer Gründung abgespalten ist. Seit 2015 sind die beiden Gemeinden jedoch wieder fusioniert.
Glocke 1 Ton: a' Gießer: Rincker, Sinn Gussjahr 1965
Glocke 2 Ton: b' Gießer: Rincker, Sinn Gussjahr 1965
Glocke 3 Ton: c'' Gießer: Rincker, Sinn Gussjahr 1965
Glocke 4 Ton: d'' Gießer: Rincker, Sinn Gussjahr 1959

Luca Gans - https://youtu.be/U7asVYRKcmI

Zum 1. Januar 2015 aus den beiden ehemals selbständigen Kirchengemeinden Markus (zwischen Westerberg und Eversburg) und Stephanus (Atter) fusioniert, sind wir eine relativ junge Gemeinde. Wir wachsen zusammen, und dieser Prozess birgt viele Chancen. Bei uns muss nicht alles so sein, wie „es immer war“. Vieles erfinden wir neu, auch zusammen mit der St.-Michaelis-Kirchengemeinde, mit der wir die Region „Nordwest“ bilden. Wer bei uns mitmacht, darf sich auf positive Überraschungen freuen.

Geschichte

Zuerst, weil sie ein paar Jahre älter ist, die Markuskirche:
Sie ist eine Tochter der St.-Michaelis-Kirche und wurde von dort aus durch Pastor Ehlert betreut, als sie 1958 eingeweiht wurde. Geplant als "St.-Georg-Kirche" wurde sie kurzfristig in Markuskirche umbenannt, weil sie sonst in Konkurrenz zur serbisch-orthodoxen Georgskirche stehen würde, die parallel geplant wurde.

1969 wurde die Markus-Kindertagesstätte eingeweiht. Seit 2014 erstrahlt sie nach einer aufwendigen Renovierung in neuem Glanz. Ein eigenes Gemeindehaus hatte die Markuskirche nie. Alle nötigen Räume waren und sind im Kirchengebäude integriert. Dort befindet sich seit 2011 auch das Gemeindebüro. Das alte Pfarrhaus neben der Kirche beherbergt inzwischen eine großzügige Krippe, die ebenfalls zur KiTa gehört.
Nach Pastor Ehlert wirkten Pastor Schnare, Pastor Zeymer, sowie die Pastoren Asbrock, Linnemann, Keding, Knoblauch in der Markusgemeinde. Es folgten Pastorin Löhr, Pastor Boehnke, sowie das Pastorenehepaar Danckwerts.

Im äußersten Nordwesten des Kirchenkreises, im damals noch selbständigen Dorf Atter, wurde am 2. Mai 1965 der Grundstein für die Stephanuskirche gelegt. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits das Pfarrhaus, in dem seit 1962 Pastor Waldemar Schnare mit seiner Familie wohnte.
Die erste Kirche in Atter war die Stephanuskirche nicht. 1906 wurde an Gut Leye eine (katholische) Kapelle angebaut. Die reformierte Kirche (inzwischen als Stadtteiltreff genutzt) wurde ebenfalls vor der Stephanuskirche eingeweiht.
Mit der Kirchweihe am 19. Dezember 1965 gab es aber dann auch für die lutherische Gemeindeglieder in Atter einen eigenen Kirchbau, nachdem sie zuvor zur Markus- und davor zur St.-Michaelis-Kirche gehört hatten.

Ein eigenes Gemeindehaus gab es lange Jahre nicht. In einem Raum des Pfarrhauses trafen sich die Gemeindegruppen, bis am 21. April 1991 das Gemeindehaus eingeweiht werden konnte. 2003 wurde es um ein Blockhaus ergänzt.

Nach Pastor Schnare (1962-1969) wirkten Pastor Rieß (1971-1979), Pastor Bielawa (1981-2001), Pastor Boehnke (2001-2011) und das Pastorenehepaar Danckwerts (2012-2015) in der Gemeinde.

Die Nordwest-Kirchengemeinde steht unter dem Motto „Orte für Begegnung“. Das entsprechende Logo ist aus zwei Segeln gebildet (sandfarben für die Sandsteinfassade der Markuskirche, rot für die verklinkerte Stephanuskirche), in deren Mitte sich ein Kreuz abzeichnet.

Von Dezember 2015 bis August 2020 war Pastor Gerdes in der Nordwestgemeinde tätig. Mit ihm hat sich der Kirchenvorstand dafür ausgesprochen, die Markuskirche als Kulturkirche zu profilieren. Es haben bereits verschiedene, meistens sehr gut besuchte Veranstaltungen aus den Bereichen Konzert, Kabarett, Ausstellung und Vortrag stattgefunden.

Eine Reihe von neuen Angeboten wurde  in der Markuskirche platziert. Das Format „JazzPrayer“ (zwei- bis dreimal jährlich ein Abendgottesdienst mit Live-Jazz) wurde erfolgreich eingeführt. Einmal im Quartal finden Taizé-Andachten in der Markuskirche statt. Außerdem gibt es eine gute Verbindung zur AG Muk und zur Evangelischen Studierendengemeinde, die sich vor allem in Musikveranstaltungen in der Markuskirche äußert.

Daneben nimmt die Nordwest-Kirchengemeinde an dem landeskirchlichen Projekt „Gemeinwesendiakonie“ teil, das sich auf das Quartier um die Markuskirche bezieht. In einem ersten Schritt wurde innerhalb dieses Projektes ein „Frühstückstreff  für alle, die ihre Brötchen lieber gemeinsam als allein essen“ eingerichtet. Ein wesentliches Ziel ist es dabei, dass die Teilnehmenden die Treffen (zweimal monatlich) eigenverantwortlich organisieren und die Markuskirche als „ihre“ Kirche wahrnehmen. Mit dem gleichen Ziel findet auch ein monatlicher Spielenachmittag statt.

Der Besuchsdienst „Lila Engel" der Nordwestgemeinde  hält regelmäßigen Kontakt zu Menschen im Küpper-Menke-Stift. Auch in der Betreuung von Gästen im Erich-Maria-Remarque-Haus, der Erstaufnahmeeinrichtung für geflüchtete Menschen, engagieren sich Gemeindemitglieder.

Vom 31. August 2020 bis Ende Februar 2021 ist Pastor Friedemann Keller Vakanz-Vertreter. Frau Dr. Jutta Tloka wird am 28. Februar in der Katharinenkirche ordiniert und neue Pastorin der Nordwestgemeinde.

Grundsteinlegung Markuskirche

Grundsteinlegung Stephanuskirche

Festschrift 50 Jahre Markuskirche

50 Jahre Stephanuskirche

Gemeindebericht 2017